Verdampfer reinigen: Tipps und Hinweise

Verdampfer reinigenAuch der beste Verdampfer bzw. Atomizer erreicht früher oder später den Punkt, an dem er nicht mehr so gut dampft, wie er eigentlich soll. Der Geschmack verblasst und die Dampfmenge lässt merklich nach. Zeit für einen Wechsel? Nicht unbedingt, denn es gibt für die meisten Modelle ein paar lebensverlängernde Sofortmaßnahmen, mit deren Hilfe sich der Austausch noch ein wenig hinauszögern lässt.

Regelmäßige Reinigung

Liquid hat die Angewohnheit, auch mal in jene Winkel eines Verdampfers zu fließen, in die es eigentlich gar nicht gehört. Dazu gehört beispielsweise das Luftröhrchen oberhalb des Heizwendels, welches sich in dem Fall durch ein Blubbern bemerkbar macht. Mit einem dünn zusammengerollten Stück Taschentuch kann hier schon nachgeholfen werden. Bei dieser Gelegenheit sollte auch gleich die Verdampferbasis in Augenschein genommen werden. Einfach den Atomizer abschrauben, ein kleines Stück Tuch durch Falten und Zwirbeln in die richtige Form bringen und dann alles abwischen. Nahezu überall bilden sich mit der Zeit Ablagerungen, sogar an den Kontakten zwischen Akku und Verdampfer.

Küchenrolle und Billigwodka: Verdampferkopf reinigen

Mit der Zeit setzt sich der Heizwendel mit Liquidrückständen zu. Das lässt sich leider nicht vermeiden. Atomizer sind nun mal Verbrauchsgegenstände, die nur für eine begrenzte Zeit halten. Wenn sich Liquid darin befindet und noch nicht am Heizwendel festgebrannt hat, kann es ausreichen, den Verdampferkopf einfach mal durchzupusten. Das funktioniert am besten von unten, also vom Gewinde aus. Auch hier wieder ein Taschentuch bereithalten, um das austretende Liquid aufzufangen. Diese Methode empfiehlt sich jedoch nicht bei allen Atomizern, denn unter Umständen kann so der Docht aus dem Kopf herausgedrückt werden, was den Nachfluss an Liquid beeinträchtigt.

Auch für Leute mit gutem Geschmack gibt es nun einen Grund, auf billigen Wodka zurückzugreifen. Denn der reinigt Kleinteile der E-Zigarette und befreit sie von Rückständen, wenn sie darin eingelegt werden. Statt Wodka kann natürlich auch hochprozentiger Alkohol verwendet werden, der möglichst rein sein sollte und als solcher in jeder Apotheke erhältlich ist. Der ist aber etwas teurer und bringt vom Reinigungseffekt her keine nennenswerte Vorteile. Die russische Variante reicht also auch aus.

Alternativ dazu können die Einzelteile auch in kochendes Wasser gelegt werden. Dabei ist stets zu beachten, dass die Teile vor dem Wiedereinsetzen absolut trocken sein müssen. Dazu lässt man sie einfach für ein paar Stunden liegen. Für die Reinigung auf die Schnelle sind diese Verfahren also weniger geeignet. Mittels Küchenrolle und Durchpusten kann dem Ganzen aber ein wenig auf die Sprünge geholfen werden.

Trockenbefeuerung: Der Dryburn

Liquid, das sich bereits am Heizwendel festgesetzt hat, kann mit einem sogenannten Dryburn beseitigt werden. Wie genau dieser funktioniert, hängt vom jeweiligen Verdampfer ab. Grundsätzlich handelt es sich dabei jedoch um die Aktivierung der E-Zigarette ohne Liquidzufluss. Dabei wird der Heizwendel so stark erhitzt, dass die Liquidrückstände kurzerhand in Rauch aufgehen. Dieses Vorgehen ist aber auch eine Belastung für den Heizwendel selbst und sollte daher nur mit großer Vorsicht durchgeführt werden.

Ein Beispiel: Bei eGo-Modellen wird mit einem spitzen Gegenstand zuerst die mit dem Dorn versehene Kappe des Atomizers herausgehebelt. Anschließend wird der Kopf wieder auf die Basis gesetzt und ohne Tank und Verdampferhülse befeuert. Der Heizwendel ist also bei diesem Vorgang stets zu sehen. Befeuert wird immer nur kurz für 2 bis maximal 3 Sekunden. Danach abkühlen lassen und den Vorgang wiederholen, bis alle Rückstände verdampft sind und nur noch der glühende Draht zu sehen ist.

Ein passendes Video zum Dryburn von Philgood

Eher für den professionellen Einsatz: Reinigung des Verdampfers mittels Ultraschall

Eine nicht ganz so gängige Variante des Reinigens bedarf eines Ultraschallgeräts. Solche Ultraschallreiniger sind im Elektrofachhandel ab ca. 30 Euro zu haben, eignen sich in der Preisklasse jedoch nur bedingt zum Reinigen von E-Zigaretten, da sie in einem zu niedrigen Frequenzbereich arbeiten. Für die Reinigung glatter Oberflächen sind die günstigeren Geräte jedoch zu gebrauchen. Teurerer Geräte können schnell mehrere Hundert Euro kosten, was wohl für die meisten Dampfer schon etwas zu viel des Guten sein dürfte. Sparsame Dampfer und HWV-Infizierte sind also ganz schnell wieder bei der Wodkamethode. Hinzu kommt, dass die Ultraschallbehandlung nicht nur Verschmutzungen entfernt, sondern unter Umständen auch gleich die Lackierung vom Verdampfer, sofern vorhanden.

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