Der Rauch hat sich verzogen – ein Erfahrungsbericht

Eine kleine DampfgeschichteWie alles anfing

Am Silvesterabend 2012 hatte oakley outlet ich zum wiederholten Happy Male den Einfall, im nächsten Jahr mit dem Rauchen doch zumindest etwas kürzer zu treten. Wie ich das anstellen wollte, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht genau. Vielleicht mit Hilfe einer Strichliste, ein wenig Buchführung für werdende Nichtraucher sozusagen, das könnte sich motivierend auswirken. Das Rauchen Schritt für Schritt reduzieren – möglichst nur noch die „wichtigsten“ Zigaretten rauchen, also zum Beispiel jene zum Kaffee am Morgen und jene nach einem guten Essen. Netter Vorsatz – könnte klappen!

Irgendwann während der ersten Januarwoche stieß ich beim etwas ziellosen Umherklicken auf einem bekannten Internet-Videoportal auf ein Video, das mir bei der Verwirklichung meiner Pläne weiterhelfen sollte. Ein gewisser Philgood stellte darin ein Gerät vor, welches wie das Batteriefach einer Taschenlampe aussah, Dampf produzierte und dabei Vamo genannt wurde. Ich hatte schon vorher von E-Zigaretten gehört, jedoch nicht allzu viel Gutes. Eine technische Spielerei, teuer in der Anschaffung und mäßig im Geschmack – dachte ich! Dass diese Dinger mittlerweile so aussahen, fand ich – dezent ausgedrückt – erst einmal spaßig! Doch in dem Bereich schien es eine ordentliche Entwicklung gegeben zu haben, die mich Neugierig machte. Von da an nahmen die Dinge ihren Lauf und ich fing an, etwas genauer zu recherchieren.

Schnell waren die nötigen Informationen beisammen. Erstaunlich viele Webseiten boten mir eine Fülle an Daten und Fakten rund um die elektrische Zigarette. jordan retro 1 Ich investierte gleich am nächsten Tag ein paar Stunden, um mir erste Testberichte durchzulesen, Preise in Onlineshops zu vergleichen und Einsteigervideos anzusehen. Eine richtige Dampfercommunity ist entstanden, um Einsteigern wie Fortgeschrittenen behilflich zu sein. Beeindruckend! Eine Vamo besitze ich zwar bis heute nicht, aber dafür kam schon wenige Tage später ein Klassiker namens Cheap Ray Ban Sunglasses eGo-T per Post Fake Oakleys an. Natürlich habe ich mir das Gerät gleich im Doppelset besorgt und mit allerlei Zubehör versehen.

Gerne geraucht – leidenschaftlich unter Dampf

Vor meinem ersten Zug an der eGo-T war ich 18 lange Jahre Raucher gewesen. Ans Aufhören hatte ich nicht gedacht – bestenfalls ans Reduzieren. Ich hatte mir schon mehrmals vorgenommen, zum Genussraucher zu werden, der vielleicht bis zu 5 Zigaretten am Tag wegzieht. Das war allerdings die meiste Zeit nur ein frommer Wunsch geblieben, denn eigentlich habe ich ganz gerne geraucht. Ich bildete mir sogar erfolgreich ein, Zigaretten würden gut schmecken. Am Schluss rauchte ich ca. 30 selbstgedrehte Zigaretten am Tag. Und die rauchte ich überall, sogar im Schlafzimmer und im Bad.

Die eGo war schnell einsatzbereit. Die Sache ging leichter von der Hand, als ich es zuvor angenommen hatte. Zum Einsatz kam ein Liquid mit Tabakgeschmack und 24 Milligramm Nikotin pro Milliliter. Und gleich beim ersten Zug merkte ich, dass alles da war, was ich als Raucher haben wollte: Geschmack, Befriedigung meiner Nikotinsucht und sogar ein Ersatz für meine Rituale. Am nächsten Tag waren es statt 30 Zigaretten nur noch 3. Der Geschmack des Liquids kam zwar nicht an den einer Tabakzigarette heran, aber deswegen war er noch lange nicht schlecht. Schnell war die zweite eGo-T befüllt und Einsatzbereit – diesmal mit der Geschmacksrichtung Cappuccino und einer Nikotinstärke von 18 mg/ml. Das Aroma wusste sofort zu überzeugen, der Flash war auch da. Perfekt!

Flash? Das bedarf wohl einer kurzen Erläuterung: Als Flash wird das typische und schwer zu beschreibende „Rauch-Gefühl“ bezeichnet, bei dem man merkt, dass es nicht nur Luft ist, die da gerade durch die Röhre in Richtung Lunge wandert. Der Flash wird durch das Nikotin erzeugt, weswegen ehemals starke Raucher möglichst darauf achten sollten, beim Umstieg Liquids mit ausreichender Nikotinstärke zu wählen. Doch dazu später mehr!

Vom Selbstdreher zum Gewindeputzer

Auf die Guten-Morgen-Zigarette mochte ich aber noch nicht so ganz verzichten. Außerdem hatte ich ja noch ein paar Päckchen Tabak auf Vorrat, die ich nicht einfach in den Müll werfen wollte. Eigentlich eher schlechte Voraussetzungen für einen Rauchstopp. Aber immerhin: Von 30 Zigaretten auf 3 pro Tag, das konnte ich schon als Erfolg werten. Und das auch noch ganz ohne Entzugserscheinungen. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt. Auch für das Drehen von Zigaretten war ein Ersatz gefunden: Gewinde und Kontakte polieren. Das sollte ohnehin regelmäßig getan werden. Ich tat es einfach ein wenig öfter.

Ein neuer Fall von HWV

Keine zwei Wochen später befiel mich ein heimtückischer Virus. Er verleitet Dampfer dazu, sich immer und immer wieder neues Equipment zuzulegen. Die Rede ist vom HWV, dem Haben-Wollen-Virus. Wer daran erkrankt ist, neigt zu spontanen Kaufanfällen, vornehmlich nach dem anschauen oder lesen von Reviews. Der Ursprung dieses Virus liegt wohl in der Tatsache begründet, dass das Dampfen auf lange Sicht nicht nur die Lunge, sondern auch den Geldbeutel schont. Wer sich nicht mehr täglich Tabak und Zigaretten kauft, spart eben bares Geld. Da werden im Haushaltsbudget Mittel frei, die wiederum in neue Verdampfer, leckere Liquids und leistungsfähigere Akkus investiert werden können. Ganz ohne schlechtes Gewissen, schließlich hat man dafür mit dem Rauchen aufgehört und somit eine Menge Geld gespart.

Ich rüstete meine eGo-T zur neueren eGo-C auf. Dadurch würde ich noch ein bisschen mehr Geld sparen. Und das wurde „vorsorglich“ in einen Akku mit regelbarer Voltzahl und einen Verdampfer investiert, der wärmeren Dampf ausgibt. Für die Fachkundigen da draußen: ViviNova Mini auf Twist-Akku. Damit war das Ende der Pyro besiegelt. Nun fielen auch die letzten drei Tabakzigaretten pro Tag weg. Sogar die Guten-Morgen-Zigarette zum ersten Kaffee des Tages wurde durch eine nach oben korrigierte Voltzahl einfach wegreguliert.

Stattdessen probierte ich mich erstmals an Fruchtaromen. Hätte mir ein paar Wochen zuvor jemand prophezeit, dass ich mal Wildkirsche und Melone über Lunge ziehen würde, wäre diese Person wohl von mir als Spinner bezeichnet worden. Allen Neueinsteigern kann ich nur empfehlen, auf dem Gebiet der Liquids einfach mal ein paar Experimente zu wagen. Die Tabakliquids kommen nicht an den Geschmack einer normalen Pyro heran, da hilft auch die mühevollste Suche nichts. Aber das ist kein Verlust, denn Hunderte andere Aromen bieten einen geschmackvollen Ersatz.

Hallo Geschmacksnerven! Gesundheitliche Veränderungen seit dem Rauchstopp

Wie sich der Rauchstopp gesundheitlich auswirkt, ist eine eher individuelle Angelegenheit. Wer wie ich lange geraucht hat, darf sich aber auf einige positive Entwicklungen freuen. Schon nach kurzer Zeit konnte ich besser schlafen und besser schmecken. Letzteres kam für mich ein wenig überraschend: Ich war schon ein paar Wochen Dampfer, als ich mir eines schönen Abends eine Pizza zubereitete und dabei an scharfen Zutaten nicht sparte. Chilischoten, ordentlich Pfeffer und der obligatorische Esslöffel Sambal Oelek (sehr scharfe Paste!) für die Tomatensoße. So mochte ich es am liebsten, bisher zumindest. Beim Verzehr machten sich nämlich die Geschmacksnerven bemerkbar, die sich wiederum unbemerkt regeneriert hatten. Es kostete mich an jenem Abend doch etwas mehr Mühe als früher, den Teller leer zu essen. Und es war ganz sicher auch keine Schamesröte, die mir den Kopf glühen ließ. Seitdem würze ich meine Speisen wieder wie ein normaler Mitteleuropäer.

Auch die Lungenkapazität verbesserte sich zusehends. Als passionierter Wanderer streife ich gerne durch die Berge und Wälder des Hunsrücks. Einer Einladung eines guten Freundes folgend sollte es diesmal auf den Rotenfels bei Bad Münster am Stein gehen, immerhin die größte Steilwand zwischen den Alpen und Skandinavien. Den steilen Anstieg kannte ich zwar bereits, lief ihn an jenem Tag jedoch zum ersten Mal, ohne eine Pause zum Verschnaufen einlegen zu müssen. Noch dazu hielt sich der Auswurf in Grenzen. Mit anderen Worten: Ich spuckte weniger. Wer starker Raucher ist und sich sportlich betätigt, kennt das Problem, dass sich die Atemschleimhaut immer wieder von allerlei Ablagerungen befreien möchte. Und das klingt nicht nur eklig, es sieht auch noch so aus. Als Dampfer habe ich das Problem allerdings nicht mehr.

Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass sich nach dem Rauchstopp ein paar Kilo mehr auf meinen Hüften versammelt haben. Das ist allerdings ein Preis, den ich akzeptieren kann. Da trifft es sich doch ganz gut, dass sich die körperliche Ausdauer verbessert hat, die nun den sportlichen Ehrgeiz beflügelt.

Weniger Husten und bessere Luftzufuhr förderten auch einen erholsameren Schlaf. Früher litt ich oft an Kopfschmerzen. Ich hatte mich mehr oder weniger schon mit dem Gedanken abgefunden, eine Migräne geerbt zu haben. Doch das änderte sich ebenfalls mit dem Rauchstopp. Zwar brummt mir auch heute noch hin und wieder der Schädel, aber das hat meist andere Gründe. Und allen, die gerne beim Feiern mal über die Stränge schlagen, sei noch Folgendes mit auf den Weg gegeben: Der Kater am nächsten Morgen ist wesentlich erträglicher, wenn beim ausgiebigen Trinken nicht auch noch geraucht wurde.

Hinzu kam noch, dass sich langsam aber sicher der Geruch von kaltem Rauch verzog. Aus meiner Wohnung gleichermaßen wie von mir selbst. Meinen Mitmenschen fiel das zuerst auf. Ich selbst wurde kurz darauf vom Putzteufel ergriffen und machte mich daran, jede Oberfläche innerhalb meiner Wohnung von Ablagerungen zu befreien. Die Waschmaschine schob noch ein paar Sonderschichten und einen Frühjahrsputz später roch alles wieder angenehm. Nicht zu fassen, dass ich diesen üblen Geruch 18 Jahre mit mir herumgetragen habe!

Aus eigener Erfahrung: Ein paar Tipps

Allen Anfängern da draußen möchte ich erst mal eines Raten: Macht euch keinen Stress! Es bringt nichts, sich unnötig unter Druck zu setzen. Wenn doch mal wieder eine Pyro „dazwischenrutscht“, dann ist das noch lange kein Grund dafür, sich selbst Vorwürfe zu machen oder gar ans Aufgeben zu denken. Besser ist es, einfach mal Neues auszuprobieren. Ein stärkerer Verdampfer vielleicht, der wärmeren Dampf produziert.

Oder aber ein Liquid mit mehr Nikotingehalt. Gerade Anfänger sollten ihren Ehrgeiz darauf fokussieren, den Umstieg zu schaffen. Nicht zu viel auf einmal, denn wer beispielsweise starker Raucher war und dann mit einer Nikotinstärke von nur 9 mg/ml anfängt, läuft Gefahr, rückfällig zu werden. Vom Rauchen zum Dampfen – das ist zu Beginn das wichtigste Ziel. Zum Reduzieren des Nikotins bleibt später noch genug Zeit.

Mit der E-Zigarette unterwegs

Die E-Zigarette ist längst kein Novum mehr. Gerade in Gaststätten oder Clubs kennt man sie bereits. Ab und zu gibt es aber dennoch fragende oder neugierige Blicke, aber die stören mich nicht weiter. Im Gegenteil: Manchmal ergeben sich sogar ganz interessante Gespräche!

Per Definition fallen E-Zigaretten nicht unter das Rauchverbot in Gaststätten. Das letzte Wort hat aber der Inhaber. Und wenn der nicht möchte, dass in seinen Räumen gedampft wird, dann erspare ich mir und ihm die Diskussion ganz einfach. Ich habe aber schon in vielen Gaststätten vor mich hin gedampft. Natürlich sollte man es dabei nicht übertrieben und dank hoher Volteinstellungen dichte Dampfwolken absondern. Am eher dezenten Gebrauch einer E-Zigarette stören sich meiner Erfahrung nach aber nur die wenigsten. Und wer ganz geschickt vorgeht, kann sein Dampfgerät auch so benutzen, dass dabei fast gar kein Dampf rauskommt und trotzdem noch ein brauchbarer Flash bestehen bleibt. Wenn dieses Gerät dann noch von kleinem Format ist, könnte man theoretisch auch in der Bahn, im Bus und im Flugzeug… aber dazu möchte ich hier selbstverständlich niemanden animieren!

Zeit für ein Resümee

Zurückblickend bin ich immer noch überrascht, wie leicht es doch letztlich war, nach all den Jahren mit dem Rauchen aufzuhören. Die E-Zigarette mag von vielen Zeitgenossen noch etwas kritisch beäugt werden. Einige halten sie sogar für gefährlich, obwohl immer mehr Studien das Gegenteil beweisen. Mir persönlich hat sie geholfen, vom Tabak loszukommen. Und das, obwohl ich mir es eigentlich gar nicht so recht vorgenommen hatte, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich dampfe jetzt seit einem Jahr und konnte den Nikotingehalt meiner Liquids schon etwas zurückschrauben. Vielleicht schaffe ich es, in ein bis zwei Jahren bei nikotinfreien Liquids angelangt zu sein, aber da setze ich mich nicht unter Druck. Das wichtigste ist geschafft, die Feuerzeuge werden nur noch für Kerzen benutzt und der Rauch hat sich verzogen.

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